Bianca (Grundseminar Frühling 2016)

Liebe Michaela, liebe Chris, liebe Susanne, liebe Manuela, liebe Madlen und lieber Guido,

herzlichen Dank für eine wundervolle, sehr bewegte und sinnliche Woche die mich endlich wieder ganz bei mir ankommen hat lassen – es ist für mich ein großes Erlebnis gewesen und mir wird jetzt erst wieder richtig bewusst, wie sehr ich mich in Körper und Seele wohl fühlen kann.

Dieses zu spüren ist für mich ein großes Glück, da dieses Lebensgefühl schon lange nicht mehr so vorhanden war.

Herzlichen Dank auch an die wunderbaren Menschen in der Gruppe, die mich so angenommen haben wie ich bin – ich umarme euch.

Ich fühle mich voller Liebe und bin noch ganz “wuschig” im Kopf.

Wie gut, dass mein Schlüssel den Weg zu mir zurück gefunden hat – anscheinend kommt doch wirklich alles wieder zu einem zurück, wenn auch oft anders als erwartet.

Es macht mir noch immer Angst, aber ich möchte es nun angehen mich zu bewegen etwas zu verändern und mein Leben in die Hand nehmen… ich komme doch nicht darum herum, mir “das Loch in der Strasse an zu schauen”.

Das Loch in der Straße

Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle hinein.
Ich bin verloren.

… Ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder hinauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange, herauszukommen.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle schon wieder hinein…
aus Gewohnheit.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine Schuld.
Ich komme auch sofort wieder heraus.

Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich gehe darum herum.

Ich gehe eine andere Straße.

(Gedicht von Sogyal Rinpoche)

Herzliche Grüße,
Bianca