Nicole

Leitungs-Assistenz

Mein Weg der Tantramassage

Zur Tantramassage kam ich vor Jahren, ursprünglich „nur“, um meinen Körper wieder zu spüren und mit mir in Kontakt zu kommen. Ich wollte eine Verbindung zwischen Geist und Körper herstellen, ohne Forderungen und Ansprüche von außen, ohne etwas leisten zu müssen.

Meine Erfahrungen, die ich durch die Tantramassage-Rituale machen durfte, lassen sich kaum mit Worten beschreiben, sie haben mich zutiefst berührt und verändert. Ich fühlte mich plötzlich am richtigen Platz, in einer Atmosphäre der wertschätzenden, heilsamen und sinnlichen Berührung. Da war sie, die Antwort auf eine Sehnsucht, die ich immer in mir gespürt hatte, aber nicht greifen konnte, weil mir bis dahin selbst nicht klar war, was ich eigentlich suchte. Die achtsame tantrische Körperarbeit hat in mir Heilprozesse erweckt, mein Herz und meine Seele geöffnet und mich in Kontakt mit meiner Weiblichkeit gebracht. Sie hat auch meine Sexualität verändert und unglaublich bereichert.

 

Meine Seminarerfahrung

Ich empfinde es als Ruf meines Herzens, durch meine berufliche Tätigkeit als Tantramasseurin und in der Seminararbeit Menschen in der Tiefe zu begegnen und sie in ihren Entwicklungsprozessen zu begleiten und zu unterstützen. An den Tantramassage-Seminaren bei AnandaWave schätze ich besonders die vertrauensvolle Atmosphäre, die offene, wertschätzende Grundhaltung und den geschützten Raum, in dem sich die Menschen öffnen und entfalten dürfen. Ich mag die Natürlichkeit, mit der wir uns auf allen Ebenen nackt begegnen.

Ich selbst brauche viel Vertrauen und das Gefühl, sicher geborgen zu sein, um mich ganz hingeben zu können. Ich bin suchend, wachsend, mich erforschend – das gleiche spüre ich bei unseren Seminarteilnehmern auch und es ist mir ein Anliegen, einen Rahmen zu schaffen, in dem das möglich ist.

 

Was mir wichtig ist

Ich bin Mutter von drei Kindern, seit meinem Abitur immer in Vollzeit berufstätig gewesen und habe mich die längste Zeit meines Lebens dem Hamsterrad ausgeliefert gefühlt, dem Perfektionsdruck und dem Wunsch, es allen zu jeder Zeit recht zu machen. Während ich zu mir selbst kaum mehr eine Verbindung gespürt und nur noch funktioniert habe, konnte ich doch ganz tief in mir die Sehnsucht spüren, anders zu leben, wirklich in Kontakt zu sein, mit mir und anderen.

Ich habe mich 2010 zur Sterbebegleiterin ausbilden lassen und bin seither ehrenamtlich im Hospiz tätig. Ich begleite Patienten und deren Familien während ihrer Erkrankung, des Sterbeprozesses und in der Trauerzeit. Oft dauert so ein Einsatz mehrere Monate, in denen ich 1-2 mal pro Woche zuhause bei den Patienten oder im stationären Hospiz bin. Manchmal sind es aber auch nur wenige Wochen, Tage oder sogar nur Stunden, in denen eine achtsame und wertfreie Begleitung hilfreich ist. Diese Arbeit hat mich auf allen Ebenen stark geprägt und mein Verhältnis zu meinen Kindern, meiner Familie und meinen Freunden tiefer und enger werden lassen.

Ich bin immer wieder aufs Neue davon fasziniert, wie ähnlich die tantrische der hospizlichen Haltung ist.  Es geht bei der Begleitung von Sterbenden wie in der Tantramassage darum, einfach nur präsent zu sein, anzunehmen was ist, und  offen zu sein für das, was aufkommen mag. Ich muss als Sterbebegleiterin wie als Tantramasseurin nichts „leisten“, kein Ziel erreichen und der Mensch, den ich berühren darf, auch nicht. Ich achte den Menschen in seiner Lebensgeschichte, Prägung und Persönlichkeit, so dass er sich vollkommen angenommen fühlt. Ich urteile nicht. Ich begegne dem Anderen in einer liebevollen, einfühlenden Haltung voller Zuwendung und lasse eine tiefe Verbindung zu.

Für mich ist meine Hospizarbeit sehr eng mit meiner Arbeit als Tantramasseurin verwoben, beides ergänzt und bereichert mich. Ich habe eine große Demut vor dem Leben, jeder Mensch, jeder Körper, ist einzigartig und wunderschön in sich, ein Wunder! Ich empfinde es als ein enormes Privileg, Menschen in ihren intensivsten emotionalen Stunden begleiten zu dürfen und fühle mich durch jede einzelne Begegnung bereichert und inspiriert.

 

Was ich sonst noch liebe 

Sonnenwarme Erdbeeren, frisch vom Feld; Spaziergänge an der Nordseeküste; Schokolade in fast jeder Variation; Ranunkeln; den frühen Morgen; Design; Hundeschlitten fahren; gute Bücher; den Geruch von frisch gemähtem Gras; Sonnenschein und Wolken; gemeinsam kochen, lachen, am Tisch sitzen; tiefe Gespräche mit klugen, inspirierenden und humorvollen Menschen…

 

Massageausbildung 

  • Ausbildung zur Tantramasseurin TMV® bei AnandaWave gemäß den Richtlinien des Tantramassageverbandes
  • Yoni- und Lingam-Achtsamkeitssemimar bei Susanne Dicken
  • „Sexuelle Tiefenentspannung“  – Nhanga Grunow
  • Ausbildung Frauen-Massage (Yoni als Spürorgan, Yoni-Picturing, Yoni-Entstauung, Yoni-Impuls-Meditation, Yoni-Impuls-Therapie, Yoni Point Press, Rezeptive und aktive Energiearbeit, Integration der Yoni-Erforschung in die Yoni Massage) bei Susanne Dicken
  • Langjährige spirituelle Selbsterfahrung durch Selbsterfahrungsgruppen und -seminare, systemische Aufstellungsarbeit, Kinesiologie, Meditation

 

Ananda Wave-Seminare bei Michaela Riedl: 

 

Beruflicher Werdegang

Ursprünglich war ich im Verlagswesen beheimatet und habe meine Leidenschaft für Bücher zum Beruf gemacht. Dann gab es einen Karrierewechsel zum Quelle Konzern, wo ich mehrere Jahre im strategischen Marketing tätig war. Für mich war die Arbeit in einem großen Konzern mit den entsprechenden Strukturen spannend und lehrreich, aber auf Dauer nicht zufrieden stellend. Ich habe mir Unabhängigkeit gewünscht, Zeitautonomie und die Möglichkeit, meine Ziele zu verfolgen, ohne „Politik“ machen zu müssen. Seit über 20 Jahren bin ich nun selbständig im Bereich Werbung, Marketing und Beratung.